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IG für die Volkskultur in der Schweiz

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Für eine bewegte Volkskultur

Unsere Zeit zeichnet sich einerseits durch eine zunehmende Sympathie und Akzeptanz der Volkskultur aus. Initiative und innovative Künstler und Interpreten mischen die Volkskulturszene auf und beleben sie mit neuen Impulsen. Dagegen weisen die meisten Vereine und Organisationen rückläufige Mitgliederzahlen aus. Die Bereitschaft zu längerfristigen Verpflichtungen im Rahmen eines Vereins nimmt ab, obschon die Freude an der Sache ungebrochen ist. Populärer werden immer mehr kurzfristige, befristete Engagements in Chor- oder Theaterprojekten.

Unsere Themenbereiche:

Brücken Netzwerke errichten...

Öffentlichkeit Interesse wecken...

Plattform Gemeinsam auftreten...

Verständigung Begegnungen ermöglichen...

Ehrenamtliche Kulturarbeit

Im Rahmen von Vereinen und Verbänden wurde in der Folge eine bemerkenswerte und nachhaltige Aufbau-, Weiterentwicklungs- und Bildungsarbeit geleistet. Die Volkskultur in der Schweiz wurde und wird weitgehend durch ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und Verbänden getragen. Ohne deren Anstrengungen wäre die Volkskultur im Laufe der Zeit verschiedenen teilweise gegenläufigen Strömungen des Zeitgeistes zum Opfer gefallen

Volkskultur bewegt

Bestimmt sind der organisierten Volkskultur auch Fehler unterlaufen, was nicht zuletzt im Zusammenhang mit den demokratischen Verbandsstrukturen und -abläufen zu sehen ist. Demokratie orientiert sich in der Regel am Mittelmass und ebenso an einem gewissen Ordnungsprinzip, was sich ab und zu bremsend auf neue und innovative Ansätze auswirken kann. Zudem bergen Reglemente und Richtlinien immer auch ein Risiko zur Einengung und Erstarrung. Das wäre der Volkskultur abträglich. Diese muss in Bewegung bleiben und sich in einem einigermassen ausgewogenen Verhältnis von Tradition und Innovation weiterentwickeln können.

Das haben die Verbände erkannt und versuchen, neuen Gedanken zum Durchbruch zu verhelfen. Vielerorts sind spannende innovative Ansätze zu beobachten. Nach unserer Beobachtung haben die meisten volkskulturellen Organisationen bemerkenswerte Schritte zur Öffnung unternommen. Dabei müsste eine engere Zusammenarbeit unter den einzelnen Verbänden erfolgen, um gemeinsam das Umfassende des Volksgutes einsichtiger werden zu lassen.

Ebenso müsste ein kontinuierlicher Diskurs und eine substantielle Zusammenarbeit zwischen der wissenschaftlichen und praktischen Volkskultur gefördert werden, was interessante und befruchtende Wechselwirkung zeitigen könnte. Im Gegensatz zu einzelnen Nachbarländern sind wir diesbezüglich in der Schweiz (noch) nicht ideal positioniert.

Verankerung in der Bevölkerung

Die organisierte Volkskultur kann und will keinen exklusiven Anspruch auf die Sachwalterschaft für die Volkskultur erheben. Nur vorurteilsloser Austausch und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten dienen der Sache.

Allerdings bedarf gerade die Volkskultur einer genügenden Verankerung in der Bevölkerung. Dabei spielen u. a. Messwerte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vereine und Verbände gewährleisten der Volkskultur schützende Strukturen der Entfaltung, eine solide Basis und dadurch eine den Zeitgeist überdauernde Kontinuität.